HAUTNAH DABEI Architektonisch orientiert sich der Audi Sportpark am Modell englischer Stadien. Die steilen Ränge, das flache Dach und die Nähe zum Spielfeld schaffen eine unvergessliche Atmosphäre und lassen den Besucher hautnah das Geschehen auf dem Spielfeld verfolgen. Fas vom Architekturbüro „ar.te plan“ für zunächst 15.000 Besucher konzipierte Stadion wurde so gebaut, dass es problemlos auf eine Kapazität von 30.000 Plätzen erweitert werden kann. Für diesen Zweck müsste lediglich das Dach des Sportparks, das durch die markanten und außergewöhnlichen Flutlichtmasten das Erscheinungsbild der Arena prägt, demontiert und eine zweite Tribünenebene angebaut werden. Neben den Flutlichtmasten bestimmen die großzügigen Gasfassade und die Farbgebung das Bilder der neuen Spielstätte. Ob Fassade, Sitze oder Kioske, die Vereinsfarbe des FC Ingolstadt 04 dominiert das Bauwerk. Durch das Mitwirken der Firma „Raumwerk“, die unter anderem auch schon Bauprojekte weltweit für die AUDI AG geplant hat, lehn auch die Optik des Stadions am Design des Hauptsponsors Schanzer und Sportparks an. Der Businessbereich wurde nicht nur nach optischen Kriterien, sondern auch nach Funktionalität ausgewählt. Die Logen wurden den Mietern im veredelten Rohbau übergeben, so konnten sich die Logeninhaber je nach Geschmack selbst verwirklichen. FAIR ZUR UMWELT Der bewusst schonende Umgang mit der Umwelt war ein entscheidendes Kriterium bei der Planung des Audi Sportparks. Verschiedene Maßnahmen tragen dazu bei, dass diese Sportarena europaweit zu den ökologisch verträglichsten Stadien zählt. SONNENKOLLEKTOREN AUD DEM STADIONDACH Das Dach des Audi Sportparks ist zu 90% mit Sonnenkollektoren bedeckt, die insgesamt ca. 600.000 kWh Strom erzeugen. Dieser Strom wird in das Netz der Stadtwerke Ingolstadt eingespeist. Damit ist der Audi Sportpark die zweitgrößte Anlage in der Region, die Strom in das Netz der Stadtwerke einspeist. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 120 Vier-Personen-Haushalten. Damit die Energieversorgung auch bei etwaigen Störungen gewährleistet ist, haben die Stadtwerke eine Notstromversorgung eingerichtet. ENERGIEZENTRALE MIT EINBLICK Durch den Bau einer Energiezentrale im Audi Sportpark haben sich die Stadtwerke für eine besonders effiziente Energieversorgung eingesetzt, weil als Primärenergie Fernwärme verwendet wird. Diese Fernwärme stammt aus der ehemals ungenutzten Abwärme der Petroplus Raffinerie. Neben Wärme wird über eine Absorptionskältemaschine auch Kälte erzeugt. Dank dieser modernen Energieversorgung reduziert der Audi Sportpark den CO2-Ausstoß pro Jahr um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu anderen Stadien in der gleich Größenordnung. Und noch etwas Besonderes fällt an der Energiezentrale auf: Architekt Thorsten Wagner hab der Fassade einen künstlerischen Akzent, indem er durch mehrere große Glaslamellen einen Einblick ins Innenleben ermöglicht. Dem Betrachter wird ein Blick gewährt auf eine schemenhafte Inszenierung vom Zusammenspiel der Maschinen und Aggregate. Zugleich dient das überhängende Dach der Energiezentrale als Schutzdach für wartende Fans an der Bushaltestelle. SPARSAMER WASSERVERBRAUCH Außerhalb des ehemaligen Raffineriegeländes wurde ein Brunnen geschlagen, um den Rasen in der Arena und auf den Trainingsplätzen mit Grundwasser zu bewässern. Zudem wurde im Sanitärbereich des Sportparks auf innovative Techniken gesetzt: wasserlose Pissoirs tragen dazu bei, dass der Wasserverbrauch gegenüber konventionellen Anlagen um bis zu 60% reduziert wird. Berührungslose Wasserhähne wirken nicht nur wassersparend, sie dienen auch der Hygiene. UMWELTBEWUSSTE FANS Auch die vielen Fans, die ihr Auto zu stehen lassen und auf den Shuttlebus oder das Fahrrad umsteigen, tragen zur beispielhaften Ökobilanz des Audi Sportparks bei. Die unmittelbar vor der Arena eingerichtete Bushaltestelle wird gut angenommen. Den Radfahrern stehen 800 Fahrradständer zur Verfügung.