Nach 17 Jahren kommt ein neuer Chef

Stadionbetreiberkonferenz in Berlin - Wolfgang Heise im Olympiastadion

Stadionbetreiberkonferenz in Berlin - Wolfgang Heise im Olympiastadion

01.02.2011Bremer Weser-Stadion

Am 01.01.2011 hat der neue Geschäftsführer, Heinz-Günther Zobel, den bisherigen Chef der Stadiongesellschaft, Wolfgang Heise, abgelöst. Heise leitete seit 1993 die Geschicke der Gesellschaft. Damals firmierte diese noch unter "Bremer Sport- und Freizeit GmbH". Und er "erlebte viel in dieser Zeit", die verschiedenen Umbauphasen, angefangen mit dem Umbau der Südtribüne und den ersten Logen der Bundesliga, gleich zu Beginn seiner 17-jährigen Amtszeit. "Natürlich", so Heise, "bleiben auch viele der Werder-Spiele in Erinnerung, insbesondere die des internationalen Wettbewerbs bei bester Flutlichtatmosphäre".

Ebenso die vielen Open-Air-Konzerte mit Größen wie den Rolling Stones, U2 oder auch Michael Jackson sind für den bekennenden Werder-Fan "schöne Momentaufnahmen in der Erinnerung".
Es gab aber auch weniger schöne Momente. So zum Beispiel "der Stromausfall beim Eröffnungsspiel nach der Meistersaison am 06.08.2004. Ein Glück, dass Werder am Ende noch mit 1:0 gewonnen hat. Außerdem war dieser Tag der umsatzstärkste in der Gastronomie, den es je im Weser-Stadion bei einem Fußballspiel gab." weiß Heise zu berichten. Alles in allem beschreibt der Diplom-Volkswirt seine Zeit im Weser-Stadion als "permanente Herausforderung", der er "immer gerne mit viel Herzblut und Freude" nachgegangen ist. Bis zum Ende des Umbaus wird Heise der Gesellschaft in beratender Funktion noch zur Seite stehen.

Der neue Chef der 11-Köpfigen Stadion-Mannschaft, Heinz-Günther Zobel, ist bereits seit 30 Jahren in der Bremer Veranstaltungsbranche tätig. Der 57-jährige kommt von der Hanseatischen Veranstaltungs GmbH, die mittlerweile in die Wirtschaftsförderung Bremen integriert wurde. Zobel bringt einen großen Erfahrungsschatz mit. Bremen Arena (ehem. Stadthalle), Rennbahn und Musical-Theater zählen zu seinen bisherigen Wirkungsstätten. "Meiner neuen Aufgabe sehe ich mit Spannung und Freude entgegen", so Zobel. "Eine Fußball-Arena lässt sich mit anderen Locations nicht oder nur schwer vergleichen, weil hier gegenüber anderen Veranstaltungsstätten eine große emotionale Bindung im Spiel ist", schwärmt der Kaufmann mit einem gewissen Funkeln in den Augen, denn auch sein Fußballherz schlägt, wie könnte es auch anders sein, Grün-Weiß.