Stadion am Laubenweg

Während des Umbaus der Südtribüne 2012

Der Ronhof ist bereis seit über 100 Jahren die Heimat der SpVgg. 1910 wurde das Gelände in der damals noch selbständigen Marktgemeinde Ronhof für 60 000 Reichsmark erworben. Aus dem Sandboden erbaute man den Sportpark Ronhof mit einem Hauptplatz und Nebenplätzen.

 

Schon dem Einweihungsspiel am 11. September 1910 gegen den amtierenden Deutschen Meister Karlsruher FV wohnten rund 8000 Zuschauer bei. Unter der Führung des englischen Trainers William Townley wurde die SpVgg zur besten Mannschaft Bayerns. Im Ronhof wurde nun Spitzenfußball gespielt, regelmäßig kamen mehr als 10 000 Zuschauer.

 

Der Ronhof wurde nach dem Ersten Weltkrieg schnell weiter ausgebaut und Gelände dazugekauft. So war der Sportpark um 1920 das größte Sportgelände des Deutschen Reiches. Der Besuch des Sportparks war in den Goldenen Zwanzigern auch ein gesellschaftliches Ereignis.

 

Zeitgenössische Berichte aus dem Jahr 1926 lassen den Schluss zu, dass die Meistermannschaft des Jahres 1926 im historischen Vergleich die beste in der Geschichte der SpVgg gewesen sein dürfte. Sie feierte auch internationale Erfolge und schaffte als erstes deutsches Team einen Sieg beim FC Barcelona. Als Spitzenverein wollte man auch ein entsprechendes Stadion, und so wurde der Ronhof ständig erweitert. 1927 wurde Ronhof eingemeindet und der Sportpark wurde an das Fürther Elektrizitätsnetz angeschlossen. Aufschüttungen der Stehwälle und eine weitere Vergrößerung der Tribüne sorgten für ein Fassungsvermögen von annähernd 30 000.

 

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die aus Holz gebaute Tribüne nach einem Brandbombentreffer in Flammen auf.  Im Jahr 1950 wurde mit dem Bau einer neuen Tribüne begonnen. Diese Tribüne, die 1951 eingeweiht wurde, prägt bis heute das Bild des Stadions. Die Ausmaße des Sportparks waren damals deutlich größer als heute. Das Gelände, von dem Anfang der 70er Jahre Teile verkauft wurden, reichte fast bis ans Bett des alten Ludwigskanals heran, in dem heute der Frankenschnellweg verläuft.

 

Nach Gründung der Bundesliga 1963 war die SpVgg nur mehr in der zweitklassigen Regionalliga zu finden. Der Ronhof veränderte sein Gesicht nun nicht mehr. Finanzprobleme zwangen den Verein Anfang der 70er Jahre zu einem Teilverkauf. Die Finanznöte wurden aber immer drängender. 1983 wurde der Ronhof an den Zirndorfer Spielwarenfabrikanten Horst Brandstätter (Playmobil) verkauft. Im selben Jahr stieg die SpVgg aus der Zweiten Liga in die Bayernliga ab. Im Ronhof wurden nur noch die allernotwendigsten Baumaßnahmen durchgeführt, insgesamt verfiel das Gelände.

 

Erst 1996 kam durch den Zusammenschluss mit der Fußball-Abteilung des TSV Vestenbergsgreuth neues Leben in den Ronhof. Noch während der ersten gemeinsamen Spielzeit als SpVgg Greuther Fürth (1996/97), an deren Ende der Aufstieg in die Zweite Liga stand, wurde der erste Umbau in Abgriff genommen.

 

Der Aufstieg in die Zweite Bundesliga wurde 1997 bereits im umgebauten „Playmobil-Stadion“ gefeiert. Der sportliche Aufschwung und die finanzielle Konsolidierung äußerten sich auch in weiteren Baumaßnahmen im Sportpark Ronhof. 1999 wurde die Südkurve errichtet und, erstmals in der Geschichte des Ronhofs, ein Flutlicht installiert.

 

Es folgten Maßnahmen wie die schrittweise Renovierung der Innenräume der Tribüne und das Absenken des Platzes mit gleichzeitiger Installierung einer Rasenheizung (2007). Im Jahr 2008 wurde ein Dach für die Nordkurve und das neue Gebäude „VIP-Nord“ errichtet, das neben VIP-Räumen und Logen auch die Verwaltung der SpVgg beherbergt. Damit hat sich der Komfort im Ronhof den Erfordernissen des modernen Profifußballs angepasst.

 

Zur Saison 2010/2011 wurde das Stadion dank eines neuen Namensgebers Trolli ARENA getauft . Der Fürther Süßwarenhersteller Mederer hatte die Namensrechte des Stadions erworben. Seit Mitte 2014 heißt das Stadion "Stadion am Laubenweg".

 

Mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga im Jahre 2012 wurde die Südtribüne erweitert und mit einem Dach versehen. Das Stadion am Laubenweg fasst damit heute rund 18.000 Zuschauer und ist komplett überdacht.

 

2015 soll das Stadion am Laubenweg umgebaut werden.

Stadion am Laubenweg

Stadion am Laubenweg
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Laubenweg 60
90765 Fürth
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